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vigo, 

in Spanien, ist wohl eine sehr interessant Stadt. Im Sommer kann man zu drei nahe gelegenen Inseln fahren. Den Fotos nach sind die sehr schön, es gibt auch Natur und so. Die Stadt selbst ist jetzt nicht so schön (wie Porto), aber es gibt einige Museen, nur die machen halt auch schon um 3 Uhr zu, sonntags. Es gibt auch einen Park, nur wenn es die ganze Zeit regnet macht das nicht soviel Laune wie man sich normalerweise davon erwartet. Vielleicht gibt es auch noch mehr, aber wenn man schlecht vorbereitet ist und die Touristeninformationen, die an jedem zweiten Eck stehen samstags und sonntags geschlossen sind kann man das nicht so genau wissen. Es gibt viele Statuen und Monumente. Zur Zeit gibt es wohl eine extra Ausstellung überall in der Stadt, und die Statuen werden sonntags (oder wars wegen dem regen, man weiß es nicht, es ist ja niemand auf der Straße den man fragen könnte) zu gehangen. Fein ist aber auch Canga (sehenswerter Friedhof) auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses/der Bucht. Vor allem die überfahrt mit der Fähre macht Laune.

Es gibt außerdem ein sehr empfehlenswertes Hotel (sauber, billig, gute Lage), dessen Name ich leider nicht behalten habe und man darf nie vergessen dass Spanien in einer andern Zeitzone liegt sonst läuft man in Gefahr das Frühstück zu verpassen (danke den freundlichen Hotelmenschen das wir doch noch was bekommen haben). An und für sich ja schon eine Leistung, wenn es von 9 bis 12 Frühstück gibt.

Besonders bemerkenswert ist allerdings die Ausgehkultur.

Tagsüber ist ja sowieso alles geschlossen, ab 5 machen die Geschäfte auf. Ab halb 12 fangen die Leute an wegzugehen. Getränke sind sehr teuer, wohl ein Grund dafür warum sich der Großteil der jüngeren Bevölkerung auf einem Platz versammelt und dort trinkt. Wirklich unbeschreiblich, man kommt um ein Eck und auf einmal steht man vor einer Menschenmasse (ich bin ja schlecht im schätzen aber mindestens 500, meine Begleiterin hats auf ca. 1000 geschätzt) die da steht, im Regen in Minirock und weißen Stiefeln (die sind sehr in in Vigo) alternativ: Capirhosen. Und die Straßen sind gesteckt voll bis mindestens fünf Uhr. Wann sie anfangen sich zu leeren kann ich nicht sagen, zu dem Zeitpunkt habe ich ja schon geschlafen. Und an jeder zweiten Ecke eine Bar oder ein Club. Es gibt auch sehr viele Massageläden, was uns zu der Theorie gebracht hat dass die Hälfte der Bevölkerung Vigos in eine Bar arbeitet und die andere in einem Massagesalon und das ganze ist dann so was wie ein Perpetuum Mobile.

Und sehenswert auch das Getränkemixritual mit dem kleinen Löffelchen der Barfrau mit dem argen Ausschnitt. Vor allem die Konzentration und Ernsthaftigkeit mit der sie bei der Sache ist.

Prädikat: empfehlenswert.

Tipp für die schmale Geldtasche (wichtig weil Spanien ist teuer, zumindest der Café und das Bier): Bahntickets im Zug kaufen, der Spanier kontrolliert nicht so fleißig, und die für Portugal sind dort billiger als wenn man sie in Spanien kauft.

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