Gestern dann doch noch mal aufgerafft ("irgendwas sinnvolles
muss man ja machen an einem Samstag, auch an Samstagen wie diesen,
die eigentlich dafür gemacht wären im Bett zu bleiben, und
versprochen hast dus auch") und zum 25. Geburtstag von
an.schläge gegangen. Und gelohnt hat es sich auch, sehr sogar. Auch
wenn ich dann nicht bis zum Ende geblieben bin, nicht mal bis zum
Ende der Konzerte, aber dazu später. Alles von Anfang an. Zu früh
dort gewesen, das kommt davon wenn man einmal mit der Straßenbahn
fährt, da weiß man dann nicht wie lang das dauert. Aber kein
Problem , noch mal rumspaziert und eine Pizzaecke bei der Dönerbude
gegessen, denn "auch an Samstagen wie diesen muss man was essen,
auch wenn man es nicht so richtig fühlt". Und dann in der Bar
fast das gesamte Magazin gelesen (man muss ja wissen wessen
Geburtstag man da abfeiert), und dazwischen ein bisschen die schönen
Menschen (immer so unglaublich schön die Menschen im Brut . Ach ich
oberflächliche Sau ich) beobachtet und der guten Musik gelauscht.
Und darüber gefreut, dass niemand aufdringlich ist und mich
anspricht und ich hier so schön alleine sitzen kann, denn Gespräche,
zumindest mit fremden oder, noch schlimmer, halbfremden Menschen, das
geht gar nicht an Samstagen wie diesen. Außerdem habe ich
wahrscheinlich auch schlecht gerochen, weil sich duschen nicht mehr
ausgegangen ist (duschen geht manchmal nicht an Samstagen wie diesen,
zumindest nicht wenn man dann noch mal in die Kälte raus muss). Dann
(doch, "an Samstagen wie diesen trinkt man vielleicht mal kein
Bier") noch ein Backstagebier mit dem m. (danke danke du bist derdiedas beste) getrunken und irgendwie
zwischen TürundAngel unserer beider Geld-&Herzscheiße-Sorgen
der letzten Wochen (Monate, man die Zeit vergeht) abgehandelt. Und
über Menschen die für alle da sind geredet, aber das gehört jetzt
nicht hierher. Dann noch zum letzten Lied des Anfangsdj-sets.
(natürlich LeTigre) getanzt (nüchtern, im halbleeren Raum, ich bin
schon stolz auf mich, aber an Samstagen wie diesen, da ist ja
eigentlich auch schon alles egal). Dann das erste Konzert: Kat
Franky , die wie sie selbst sagt hauptsächlich "Trennungslied"
(welch schönes Wort, kommt jetzt gleich neben Herzscheiße in meinen
Hauptwortschatz zur Beschreibung von Gefühlsdingen und ihrer
(künstlerischen) Verarbeitung) schreibt. Ich drücke die schönste
Liedansage seit langem in mein Handy ("....because I think if
you write a love song it should be a country song") und denke,
dass muss ich dem m. schicken, weil das ist die Rechtfertigung dafür
das "I'm Wide Awake It's Morning" doch besser war als
"Digital Ash in a Digital Urn", erinnere mich aber gerade
noch rechtzeitig daran, dass ich ja eigentlich immer die
entgegengesetzte Meinung vertreten habe. (in Wahrheit liebe ich ja
beide Alben, warum muss man sich denn immer entscheiden? hohoho.
Wobei wir bei meiner Lieblingssorge wären, scheiß
Entscheidungzwang, wahrscheinlich gerade deshalb war der Abend genau
das richtige für einen Samstag wie diesen.). Tolles Konzert, tolle
Frau, lästiges Publikum das an den leisen Stellen quatscht. Dann
nächste Band: Fist
Receiver (wie was eine Band ohne myspace. uiui, jaja oldschool). Wahrscheinlich auch gut, vor allem mal sehr sympathisch,
bei mir ist aber gerade das Bedürftniss mich in einer Ecke am Boden
einzurollen und eine runde zu Schlafen sehr groß (Samstage wie diese
.. das haben wir jetzt schon verstanden glaube ich.) deshalb sitze
ich oben und gucke zu und ärgere mich noch ein bisschen über die
Menschen die neben mir viel zu laut reden, aber nicht wirklich, ich
denke mir eigentlich nur, da könnte man sich jetzt drüber aufregen
wenns nicht andererseits so wurscht wäre. Dann kommen Pop:sch (con
gas) , und bringen mich zurück auf die Tanzfläche, super super
synthi-trash-irgendwas mit tollen Texten, von schönen Menschen
(haha, das darf man natürlich nicht sagen, aber so oberflächlich
bin ich). Dann kommen die beiden Dragkings Königindernacht und Kronprinz Ernesto I , lustig, spektakulär, gefällt mir sehr gut.
Aber wie immer ists seltsam Menschen die man kennt auf der Bühne zu
sehen, das beurteile ich immer ganz anders, und zittere so schlimm
mit. Ich sollte mich nie selbst auf eine Bühne stellen glaube ich..
Dann ein Geburtstagsständchen und Tombola und der ganze Quatsch und
zum Schluß gehe ich während dem Set von Cindy Wonderful nach hause,
obwohl sie mir auch super gefallen hat, aber es war doch schon nach
drei und ich müde und so und dachte "man darf sich nicht
stressen lassen, von diesem Gefühl, immer bis zum Schluss bleiben zu
müssen. Ist doch Quatsch, es hat sich ja jetzt schon ausgezahlt her
zu kommen und wenn ich mich noch quäle verderbe ich mir nur den
Abend." Dann noch ein Lob auf City-bikes und mobile
Musikabspielgeräte und Nebel und daheim duschen und schlafen. lange
heute. Und jetzt ist Sonntag, der Tag an dem man sich auf die
kommende Woche vorbereiten sollte. .. Ich kann Sonntage nicht leiden.