I may be cheap but I still got steal-blue eyes. lalala
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champagner trinken mit den geistern
Eigentlich wollten wir Bier kaufen und dann Björk-Videos anschauen, aber dann war der Supermarkt doch schon seit einer viertel Stunde zu und s. meinte, dass s., der eigentlich j. heißt, gesagt hat heute wäre da so ein Fest in der Casa da Música, das wäre gratis. Also erst mal im Internet nachlesen. Da steht nur was von 20 Euro eintritt, aber dann: Phantom Ghost. Und ich überzeuge s. dass es das wert ist und wir gehen los, sind ganz aufgeregt mit roten Backen wie zu Weihnachten. Es sind dann auch nur 16 Euro weil wir jovens sind und für Gratis kann man fast überall in der Casa herumstreunen und überall gutaussehende Bellas Artes StudentInnen und Licht und Farben und Visuals und Musik. Wunderschön, etwas verwirrend gebaut allerdings. Dann ist es endlich 11 und wir gehen rauf in den bezahlbereich und das Bier kostet 3 Euro aber was will man machen.
Schließlich kommen sie dann auf die Bühne mit einer Flasche Champagner und zwei Gläsern, Thies setzt sich an den Flügel, Dirk sagt artig Obrigado für den Applaus und dann los, nur Klavier und Gesang. Irgendwann die Ansage: „The next song is for our friend buffy“, dann kniet er sich nieder nimmt einen Schluck, steht auf dreht sich vom Micro weg und rülpst dezent nach hinten, dann verschmitztes Lächeln zu Thies rüber, und sie fangen an. S. und ich verbleiben entzückt. Später wechselt Thies dann zum elektronischen Klavier und sie tanzen. Das Licht, der Ton, alles Perfekt, auch das Publikum ist gut. Noch relativ wenige, aber das ist auch gut so, weil die die schon da sind klatschen brav und sind ruhig an den ruhigen stellen und allgemein ist die Stimmung gut und es herrscht allgemeine Sympathie, ich stelle mir kurz ein österreichisches Publikum vor das dummes Zeugs schreien würde weil sie endlich den bumbumdj hören wollen und nicht so zwei seltsame dünne Jungs mit Klavier.
Der Rest des Abends ist dann zwar eigentlich ganz gut, aber der Höhepunkt waren eindeutig Phantom Ghost.


